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Xandros äußert sich zu Microsoft-Deal

11.06.2007
Xandros - Logo

Nachdem nach Novell auch der Linux-Distributor Xandros ein Abkommen mit Microsoft geschlossen hat, äußerte sich Xandros' CEO Andreas Typaldos nun zu den im Vertrag festgehaltenen Vereinbahrungen in Bezug auf Patentfragen. Ebenso wie damals beim Microsoft-Novell-Deal waren kritische Stimmen aus dem Open-Source-Lager lautgeworden, die unterstellten, dass die getroffenen Absprachen ein Eingeständnis darstellten, laut dem Linux Microsoft-Patente verletzen würde. Ebenso wie vor ihm schon Novell-CEO Ron Hovsepian erklärt Typaldos diese Vorwürfe für unbegründet.

Man sei genau wie Novell nicht der Meinung, dass Linux bestehende Patente verletzte. Weiterhin habe man mit Microsoft auch gar nicht über jenes Thema gesprochen. Weder habe Microsoft gegenüber Xandros eines der Patente ihrer Patentliste enthüllt, noch stelle dies für das Unternehmen überhaupt ein Thema dar.
Der Ausschluss von rechtlichen Konsequenzen für Patentverletzungen sei ausschließlich getroffen worden, um den eigenen Kunden die Angst vor Patentforderungen seitens Microsofts zu nehmen. Weiterhin sei man nunmehr in der Lage, Technologien von Microsoft zu lizensieren.

Auch das Thema GPLv3 kam zur Sprache. Diese verbietet in ihrer aktuellsten und letzten Version vor der finalen Veröffentlichung eben solche Vereinbahrungen zu Patenten. Auch durch den abgesteckten zeitlichen Rahmen wäre Xandros, im Gegensatz zu Novell, die ihren Microsoft-Deal vor diesem abgeschlossen haben, von dem Ausschluss betroffen und somit nicht berechtigt, Produkte unter der GPLv3 zu lizensieren. Typaldos sieht dem gelassen entgegen: Man wolle dies noch nicht offiziell kommentieren, da die GPLv3 noch nicht in der entgültigen Fassung vorliege. Man habe aber nur Vereinbahrungen getroffen, mit denen man auch in Zukunft umzugehen wisse.
Wie genau jene letzte Äußerung allerding zu deuten ist, liegt im Auge des Betrachters.

Autor: sh


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