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"Wikiscanner" stellt Wikipedia-Manipulationen fest

16.08.2007
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Mit dem steigenden Einfluss der Wikipedia steigt auch die Gefahr, von diversen Interessensgruppen für eigene Zwecke missbraucht zu werden. Besonders die fehlende direkte Kontrollinstanz in Verbindung mit der meinungsbildenden Macht der Wikipedia verführt viele Interessengruppen dazu, entweder sich selbst besser oder Gegner schlechter dastehen zu lassen, als die Realität gebietet.

Der Student Virgil Griffith hat daher das öffentlich zugängliche Werkzeug "Wikiscanner" veröffentlicht. Damit wird es jedem möglich, bekannte Adressen wie IPs bzw. IP-Bereiche, Firmennetzwerke usw. auf von diesen aus durchgeführte Änderungen an der Wikipedia zu überprüfen. Das Tool ist unter der Adresse http://wikiscanner.virgil.gr/ erreichbar, im Moment jedoch aufgrund des gesteigerten Interesses permanent überlastet.

Der Blog Threat Level auf Wired Blogs stellt eine Liste mit festgestellten Manipulationen zusammen, bei der User abstimmen können, wem die Krone für die schamlosesten Manipulationen gehört. Zu den prominenten Namen, die unter anderem beschuldigt werden, gehören Scientology, Al-Jazeera, das FBI, die katholische Kirche, Exxon-Valdez, Microsoft, Dell, Amnesty International und viele Weitere.

Ob Reaktionen seitens der beschuldigten Institutionen und seitens der Wikipedia Foundation erfolgen werden, ist ungewiss. Auch die rechtliche Seite ist bisher nicht zufriedenstellend geklärt, da die gezielte Diffamierung von Konkurrenten definitiv strafbar wäre, die Beweiskräftigkeit des Wikiscanners bisher jedoch nicht verifiziert wurde.

Autor: sh


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