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Weiterer Linux-Deal von Microsoft

05.06.2007
Xandros - Logo

Die Kooperation von Microsoft und Novell ist weiterhin nicht vom Tisch und schlägt noch Wellen, sowohl durch Informationen über den Vertrag, die nach und nach an die Öffentlichkeit dringen, als auch durch einen speziellen Passus, der in die GPLv3 eingefügt wird, um deratige Abkommen zu verhindern. Microsoft zeigt sich davon ungerührt und schließt Abkommen mit weiteren Linux-Distributoren, wobei diesmal Xandros der Partner der Wahl ist.

Der Vertrag erinnert dabei auffällig an die Microsoft-Novell-Kooperation. So legen die Partner fest, die Interoperatiblität ihrer Systeme verbessern zu wollen. Gleiches gilt für das Zusammenspiel von ODF (Open Document Format)- und OpenXML-Dateien. Wie im Falle Novells auch wurden Marketingabsprachen getroffen, so wird Microsoft Xandros als "eine bevorzugte Linux-Distribution" empfehlen. Wie dies mit den getroffenen Marketingentscheidungen im Novell-Vertrag in Einklang zu bringen ist, ist nicht bekannt.

Auch die Patentfrage wird wiederum angesprochen. Parralel zum Novell-Deal verzichtet Microsoft darauf, eigene Patentansprüche gegen Xandros-Kunden geltend zu machen. Im Gegensatz zu besagter Vereinbahrung wurde dies jedoch nicht auch in umgekehrter Richtung vereinbahrt, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass Xandros keine für Microsoft relevanten Patente hält. Erstmalig dürfte hier der neue Passus in der GPLv3 greifen, der derartige Patentabkommen verbietet. Sollte dies der Fall sein, wäre es Xandros nicht erlaubt, Produkte unter der GPLv3 zu lizensieren.

Autor: sh


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