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Von der Leyen: Internet-Sperre nicht leicht umgehbar

28.04.2009

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat sich gegenüber dem Radiosender "Radio Eins" zu den Vorwürfen einiger Experten geäußert, die geplanten Internet-Sperren für Kinderporno-Seiten seien wirkungslos, da leicht umgehbar.
"Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft"

Ob die Schätzung von der Leyens, 80 Prozent aller potentiellen Besucher der betreffenden Seiten seien nicht fähig, die Sperre zu umgehen, haltbar ist, darf getrost bezweifelt werden. Da sie Sperre lediglich durch DNS-Sperren realisiert werden soll, reicht ein Wechsel auf einen alternativen Nameservers aus, was, sofern das Verfahren nicht ohnehin bekannt ist, leicht im Internet recherchiert werden kann. Allerdings betonte von der Leyen, dass es neben der tatsächlichen Verhinderung des Besuchs auch Ziel der Maßnahme sei, durch das angezeigte Stoppschild Besucher aufzuklären.

Autor: sh


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