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Sun stellt sich auf die Seite von OpenSource

22.05.2007
Sun-Logo

In einem sehr ausführlichen Eintrag in seinem Blog mit dem Titel "Censoring Free Media (Or... Fighting Letters to the Editor)" stellt Jonathan Schwartz, CEO von Sun, Überlegungen zum Thema Patente an. Dabei vergleicht er die Software-Industrie mit den Medien, da beide in den letzten Jahren große Veränderungen erfahren hätten. So sei die Medienlandschaft durch Online-Medien und die Möglichkeit der aktiven Teilnahme jedes Einzelnen stark verändert worden, die gleiche Entwicklung geschehe gerade in der Software-Branche.

Zur Untermauerung dieser Aussage führt er die Geschichte der Sun-eigenen Produkte StarOffice und Solaris an, die inzwischen quelloffen sind und sich großer Beliebtheit erfreuen. Dabei betont er, dass Sun durchaus in der Lage gewesen wäre, diese Entwicklung zu stoppen und die Konkurrenz aus dem OpenSource-Lager auszuschalten ("Could we have sued them? Sure."). Er vergleicht eine solche Praxis jedoch mit einer Zeitung, die Schreiber von Leserbriefen verklagen würde.

Eine brisante Note bekommt Schwartz' Blogeintrag, wenn man ihn in Bezug auf den aktuellen Vorstoß von Microsoft gegen OpenSource-Software betrachtet. Auch wenn Schwartz sich nicht direkt dazu äußert, kann man doch leicht herauslesen, dass Sun bereit ist, sich im Notfall gegen Microsoft zu stellen. So bezeichnet Schwartz Suns Portfolio von Patenten als größtes im Netz und stellt klar, dass dieses im Falle von Klagen gegen OpenSource-Distributoren, im Konkreten Red Hat und Ubuntu bzw. Canonical, die Firma hinter diesem, zu deren Schutz zum Einsatz käme. ("Sun has what I'd argue to be the single most valuable and focused patent portfolio on the web (and yes, we'd use it to defend Red Hat and Ubuntu, both)."

Dennoch klingt der Beitrag insgesamt keineswegs kämpferisch, vielmehr ruft Schwartz dazu auf, die natürliche Entwicklung nicht zu bekämpfen. Diese Überzeugung macht er vor Allem an OpenOffice fest, das immer mehr Verbreitung fände und über den gesamten Globus verteilt eingesetzt werde. Noch so viel Angst vor OpenSource werde dessen Aufstieg doch nicht stoppen.

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