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Sony verklagt MediaMax-Anbieter

13.07.2007

2005 setzte Sony auf diversen Audio-CDs unter Anderem den Kopierschutz "MediaMax" ein. Dieser installierte sich automatisch, sobald eine entsprechende Audio-CD in den Computer eingelegt wurde, und riss dabei diverse Sicherheitslücken auf. Daher wurde eiligst ein Update für den Kopierschutz nachgeschoben und den Kunden angeboten. Allerdings eröffnete auch das Update neue Sicherheitslecks.
Nebenbei verwendete Sony noch ein zweites Verfahren namens XCP, das noch rücksichtsloser als MediaMax vorging und ebenso schlechte Auswirkungen auf die Sicherheit des damit infizierten Computers hatte.

Die gesamte Affäre hatte für Sony katastrophale Folgen: ganz abgesehen vom riesigen Imageverlust verurteilten diverse Gerichte in den USA Sony zu unterschiedlichsten Auflagen. So hatten betroffene Kunden das Recht, bis zu 150 US-Dollar von Sony als Schadensersatz zu fordern. Sony wurde es weiterhin konkret untersagt, heimlich Software zu installieren, zudem wurde man verpflichtet, Tonträger gegen Auszahlung des Kaufbetrags zurückzunehmen und CDs, die sich nicht ohne zusätzliche Software am Computer nutzen lassen, mit einem Aufkleber zu versehen.

Sony fordert nunmehr von der Firma "The Amergence Group", die die Nachfolge der MediaMax-Firma "SunnComm" angetreten hat, 12 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Die Firma hält jedoch dagegen und behauptet, die Forderungen an Sony seien nicht aus der Verwendung von MediaMax, sondern aus dem oben genannten XCP entstanden. Inwiefern Sony eine Chance auf Erfolg hat, ist absolut ungewiss, da noch zu viele Fakten bezüglich der Praktiken aller beteiligten Unternehmen im Dunklen liegen.

Autor: sh


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