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Sammelklage gegen Microsoft

21.07.2007

Microsofts Spielkonsole war für viele Nutzer bisher eher Anlaß zum Ärger, als, wie eigentlich zu erwarten, zur Freude. Bereits in der Vergangenheit gab es mit der X-Box diverse Probleme. Obwohl der Konzern in dieser Hinsicht Einsicht gezeigt hat und versuchte, das Image wieder aufzubessern, hat sich für einige Kunden immer noch nichts gebessert. Deswegen reichten in Kalifornien nun Christine Moskowitz und Dan Wood eine Sammelklage gegen Microsoft ein.

Diese bezieht sich auf die X-Box und die durch sie verursachten Schäden an den Spiele-DVDs. Laut Anklage habe Microsoft sein Gerät fehlerhaft hergestellt, so dass es durch den Lesekopf zu Kratzern auf den Disks kommt, welche daraufhin nicht mehr abspielbar seien.

Dies ist seit dem Beginn des Verkaufes der X-Box im Jahr 2005 ein bekanntes Problem, allerdings führte das Unternehmen die Schäden auf unsachgemäße Handhabung der Konsole zurück, welche während des laufenden Spiels unter gar keinen Umständen bewegt werden dürfe. Auf der Grundlage dieser Argumentation beharrend, weigerte sich Microsoft bisher, den Schadensersatz fordernden Kunden nachzukommen.

Dabei blieb das Unternehmen auch nach einer Anfrage der EU-Kommissarin für Verbraucherschutz Meglena Kuneva. Diese hatte sich nach dem Lautwerden von Beschwerden vieler Kunden in den Niederlanden mit der Bitte um Auskunft, welche Strategien zur Problembehebung initiiert worden seien, und ob es auch in anderen Ländern Probleme mit zerkratzten Medien gebe, an den Softwarehersteller gewandt. Die Auskunft fiel recht mager aus, da Microsoft betonte, dass es sich um ein seltenes Problem handelte, und die betroffenen Kunden lediglich aufforderte, die Konsolen zur Untersuchung und eventuellen Reparatur zum Support zu bringen.

Für die kalifornischen Verbraucher Moskowitz und Wood scheint nun das Maß voll zu sein. Ihren Angaben zufolge entstünden die fraglichen Kratzer auch im Ruhezustand der X-Box, was auf einen zu geringen Abstand zwischen Lesekopf und DVD zurück zu führen sei. Für alle Kunden hingegen, denen eine Klage nicht im Rahmen des Möglichen zu sein scheint, gibt es einen improvisierten Behelf, da im Handel spezielle Schaumgummipads zum Einkleben angeboten werden, mit dem Ziel, ein zu hartes Aufsetzen des Lesekopfes zu verhindern.

Autor: sl


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