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Microsoft meldet XPS als Standard an

02.07.2007

Der Formatstreit zwischen Adobe und Microsoft geht in die nächste Runde. Konkret geht es um Microsofts XPS-Format, das von dem Redmonder Konzern als Alternative zu Adobes PDF entwickelt wurde. Während allerdings PDF-Dateien, auch ohne Standardisierung, heutzutage einen Quasi-Standard darstellen, ist das Microsoft-Pedant weitestgehend unbekannt und wird auch ausschließlich von Office 2007 unterstützt. Im Gegenzug bietet das aktuelle Office-Paket nicht von Haus aus den von früheren Versionen bekannten PDF-Export.

Nachdem die ECMA bereits entgegen aller Widerstände Microsofts Open-XML-Format als zweiten Standard für Office-Dokumente neben dem offenen ODF anerkannt hat, sehen Microsoft-Kritiker und Standardisierungsexperten im neuen Standardisierungsantrag große Gefahren. Hinzu kommt, dass Ende diesen Jahres das Open-XML-Format zusätzlich dem für ISO-Normen zuständigen Gremium vorgelegt werden soll.
Der Jurist Andrew Updegrove schreibt dazu, dass man, wenn auch das XPS-Format als Standard anerkannt werden würde, gleich das Ende offener Formate bekannt geben könne. Die Microsoft-Formate seien so gut wie gar nicht in Software anderer Hersteller integrierbar.

Analysten sehen keinen Grund, warum die Standardisierungsgremien Microsofts Wunsch Folge leisten sollten. Die Formate würden allein Microsofts Interessen dienen, ein unabhängiger Standard sei so nicht zu erreichen.

Autor: sh


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