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Microsoft greift OpenSource an

16.05.2007
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Dass die OpenSource-Gemeinde Microsoft schon länger ein Dorn im Auge ist, stellt kein Geheimnis dar, insofern war es nur eine Frage der Zeit, bis die Drohungen Microsofts, gegen Patentverletzungen durch OpenSource-Software vorzugehen, wahrgemacht werden würden. Horacio Gutierrez, der Lizenzchef von Microsoft, gab nun bekannt, dass man über eine Liste mit 235 von diversen OpenSource-Projekten verletzten Softwarepatenten verfüge.

Konkrete Beispiele wurden wie nicht anders zu erwarten nicht genannt, nur die grobe Verteilung der Verstöße wurde bekanntgegeben. So sollen 42 Verletzungen von gewerblichen Schutzrechten den Linux-Kernel betreffen, 65 diverse grafische Benutzeroberflächen, 45 das Office-Project OpenOffice und 83 E-Mail-Clients und weitere OpenSource-Software.

Konkrete Maßnahmen, mit denen Microsoft gegen die genannten Verstöße vorzugehen gedenkt, wurden weder benannt noch angekündigt. Ebenso im Dunkeln bleiben die Gründe, weshalb Microsoft derart diffuse Beschuldigungen in den Raum stellt. Einige Analyten sehen darin die Fortführung der bekannten Taktik, Unsicherheit unter den Anwendern und Entwicklern zu säen, andere vermuten die Absicht Microsofts, weitere OpenSource-Distributoren, wie jüngst Novell, vertraglich an sich zu binden.

Völlig spekulativ sind hingegen die Vermutungen, inwieweit Microsofts Angaben der Wahrheit entsprechen. Solange Microsoft weiter derartige Behauptungen äußert, ohne entsprechende konkrete Beispiele mitzuliefern, darf man die gesamte sich nun entwickelnde Affäre inklusive der Reaktionen der OpenSource-Gemeinde wohl getrost als das gewohnte Säbelrasseln abstempeln.

Autor: sh


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