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Linux-Verband kritisiert Microsoft-EU-Konsens

01.11.2007

Elmar Geese, der erste Vorsitzende des Linux-Verbands, hat die Einigung zwischen der EU und Microsoft im Verfahren um das Offenlegen von Spezifikationen von Microsoft-Produkten scharf kritisiert. Die EU hatte ein Verfahren gegen Microsoft eröffnet, um den Softwarehersteller zu zwingen, anderen Herstellern Zugang zu den Spezifikationen der eigenen Produkte zu gewähren. Nachdem der europäische Gerichtshof zugunsten der EU-Kommision entschieden hatte, schloss hat diese mit Microsoft einen Kompromiss.

Dieser sieht vor, dass Microsoft seine Spezifikationen anderen Herstellern zugänglich macht, allerdings ist es Microsoft erlaubt, dafür eine einmalige Gebühr von 10000 Euro zu verlangen. Diese Gebühr muss jedoch lediglich für das Recht, die Spezifikationen einsehen zu dürfen, entrichtet werden. Insbesondere Lizenzgebühren für Patente sind keineswegs enthalten.

Der Linux-Verband kritisiert diesen Kompromiss und die darauf folgenede Einstellung des Verfahrens als Einführung von Softwarepatenten durch die Hintertür. Anstatt Microsofts marktbeherschende Position zu begrenzen, würde sie durch die Einigung noch gefördert, zudem seien die geforderten Gebühren ein "Strafzoll für Interoperabilität" zu Ungunsten anderer Hersteller.

Autor: sh


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