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Letztes Harry-Potter-Buch im Internet?

17.07.2007
Deathly Hallows Cover

Harry Potter Fans wollen sie lesen, um über deren Echtheitsgehalt spekulieren zu können, Medien wollen über sie berichten, um die Massen anzuziehen, die Hersteller derselben wollen sich mit ihrer Hilfe in den Fokus der Aufmerksamkeit stellen: es geht um die sogenannten Spoiler. Dass kurz vor dem Erscheinen der englischsprachigen Ausgabe die Nerven aller Fans blank liegen, war ebenso klar wie die Tatsache, dass Menschen mit einer Neigung zur Selbstdarstellung sich dies zu Nutze machen würden, und zwar durch die Verbreitung des angeblich wahren Inhaltes von "Harry Potter and the Deathly Hallows."

Zwar haben Faker wie der selbsternannte Hacker "Gabriel", der sich laut eigenen Angaben via E-Mail Zugang zum Ende des siebten Bandes verschafft haben wollte, bisher recht interessante Ansätze zu Tage gefördert, welche in den Fanforen bereitwillig diskutiert wurden, doch haben sich bisher diese Aussagen durch Dementi des Verlages Bloomsbury als falsch erwiesen.

Nun könnte es aber anders gekommen sein. Es scheint so, als sei es jemandem gelungen, trotz extremer Sicherheitsvorkehrungen des Verlages, das komplette Buch abzufotografieren. Zumindest sollen diverse Dateien, welche auf zahlreichen Plattformen zum Download angeboten und in Fanforen diskutiert werden, diesen Anschein erwecken. Die fraglichen Dokumente sollen sowohl Illustrationen, Kapitellisten, als auch den angeblich kompletten Text, inklusive eines Epiloges, enthalten.

Die Authentizität dieser Dokumente ist unter den Fans heiß umstritten. Einige bemängeln Inhaltsfehler oder ein zu rührseliges Ende, während andere gerade wegen der Tatsache, dass es unmöglich für die Autorin J.K. Rowling gewesen sei, alle Erwartungen zu erfüllen, von der Echtheit des im Internet kursierenden Buches überzeugt sind.

Bisher haben sich weder Bloomsbury noch Autorin zu den neuesten Spoilern geäußert. Eines ist dabei allerdings klar: wenn es sich um das echte Buch handeln sollte, stellt es nicht nur eine Blamage für den auf Sicherheit so bedachten Verlag dar, sondern zeigt auch sehr deutlich, dass mit dem Internet sich ein Medium entwickelt hat, dem man mit herkömmlichen Mitteln an Schnelligkeit und Vielfalt des Informationsaustausches nichts Adäquates entgegenzusetzen hat. Vielleicht wäre dies ein Anstoß zum Überdenken veralteter Konzepte. Für die vielen Fans bleibt allerdings zu hoffen, dass sie am 21. 07. ein Buch in den Händen halten werden, dessen Inhalt noch nicht publik geworden ist.

Autor: sl


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