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Kritisierter AGB-Passus in Google Text & Tabellen immer noch vorhanden

05.10.2007

Vor einem Monat war berichtet worden, dass Nutzer der Office-Suite Text & Tabellen von Google dem Konzern durch Bestätigen der AGB umfangreiche Rechte einräumen. So heißt es wortwörtlich: "Durch Übermittlung, Einstellung oder Darstellung der Inhalte gewähren Sie Google eine dauerhafte, unwiderrufliche, weltweite, kostenlose und nicht exklusive Lizenz zur Reproduktion, Anpassung, Modifikation, Übersetzung, Veröffentlichung, öffentlichen Wiedergabe oder öffentlichen Zugänglichmachung und Verbreitung der von Ihnen in oder durch die Services übermittelten, eingestellten oder dargestellten Inhalte.". Dass dies von den Nutzern, von denen die meisten die AGB zwar bestätigt, aber nicht gelesen haben dürften, nicht gerade positiv aufgenommen wurde, war zu erwarten.

Google reagierte auf die Berichterstattung umgehend und gab zu Protokoll, dass man Dokumente auf keinen Fall anders verwende als vom Anwender explizit (also nicht nur über die AGB) erlaubt. Man beanspruche auch keinerlei Eigentumsrechte an hochgestelltem Material. Warum dann ein entsprechender Paragraph in den AGB vorhanden ist, wurde nicht erklärt.

Wahrscheinlichste Ursache dürfte ein Übersetzungsfehler aus dem Amerikanischen sein, da die ursprüngliche ABG das Recht zur beliebigen Verwendung der Daten durch Google gewährt, wenn diese vom Nutzer als für die Allgemeinheit offen markiert wurden.

Nachdem seit den Berichten über die Erklärung in den AGB nunmehr genau ein Monat vergangen ist, findet man die Einverständniserklärung jedoch immer noch unverändert an der gleichen Stelle. Warum man bei Google zwar schnell ein erklärendes Statement herausgab, aber weder die AGB änderte noch Gründe nennt, erscheint völlig unverständlich und öffnet natürlich Theorien und Mutmaßungen über die Politik Googles Tür und Tor. Bisher ist keine aktuelle Stellungname von Google vorhanden.

Autor: sh


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