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Heftige Kritik an Bioshock-Kopierschutz

26.08.2007
Bioshock - Logo

Nachdem der Ego-Shooter Bioshock hierzulande am Freitag veröffentlicht wurde, brandete sofort heftige Kritik auf. Grund dafür war aber nicht das Spiel an sich, welches ganz im Gegenteil überall euphorisch aufgenommen wird und in Fachmedien Bestnoten verliehen bekommt, sondern der eingesetzte Kopierschutz. Bei Bioshock kommt der SecuROM-Schutz in einer neuen Version zum Einsatz, der unter Anderem schon während der Installation eine Aktivierung des Spiels fordert. Diese Aktivierung kann wahlweise per Internet oder Telefon bestehen, wobei am Wochenende beide Methoden kaum praktikabel waren. Der Aktivierungs-Server war hoffnungslos überlastet und antwortete auf die Registrierungsversuche nicht, und auch die Telefonisten machten keinen überzeugenden Eindruck und halfen, wenn man überhaupt zu ihnen durchdrang, nur sporadisch weiter.

Als wäre ein derartiges Fiasko nicht schon genug Repressalie für zahlende Kunden, kommen zudem noch extrem restriktive Vorschriften bezüglich der Installation des Spiels hinzu. So war es pro Kopie des Spiels nur erlaubt, es auf zwei Rechnern jeweils drei Mal zu installieren. Wer öfter sein System neu aufsetzt bzw. bei wem die Installation fehlschlug, kommt so schnell in die Situation, sein teuer bezahltes Spiel nicht mehr installieren zu dürfen.

Bioshock-Publisher Take 2 hat zwischenzeitlich reagiert und gab bekannt, sowohl Server-Erreichbarkeit als auch Telefonservice so verbessert zu haben, dass es nun jedem möglich sei, Bioshock spielen zu können. Ebenso habe man die Installations-Grenze nach oben hin korrigiert, so dass man nunmehr das Spiel auf fünf Systemen jeweils fünfmal installieren darf. Des Weiteren kündigte man auf Nachfrage an, zu einem unbestimmten Zeitpunkt die Aktivierungspflicht wieder aufheben zu wollen.

Ob dies allerdings ausreicht, scheint mehr als fraglich. Insbesondere die Vorschrift, wie oft man ein Spiel installieren darf, sollte sich nicht zur Norm entwickeln. All diese Maßnahmen haben natürlich das Ziel, Raubkopien einzudämmen. Wenn allerdings dem regulären Käufer so viele Repressalien aufgebürdet werden, dass es ein Raubkopierer leichter hat als ein Käufer, sollte man sich fragen, ob man sich auf dem richtigen Weg befindet oder nicht einfach noch mehr Menschen in die Kriminalität treibt.

Autor: sh


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