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Hausdurchsuchungen bei Samsung-Konzernspitze

16.01.2008

Wie die südkoreanische Staatsanwaltschaft mitteilt, wurden am Montag mehrere Büroräume des Elektronik-Konzerns Samsung, sowie die Privatwohnungen hoher Funktionäre durchsucht. Unter anderem davon betroffen waren auch Samsung-Chef Lee Kun-hee sowie sein Stellvertreter Lee Hak-soo. Die Ermittlungen gegen Samsung laufen seit November letzten Jahres, als das südkoreanische Parlament eine Sonderkommision einsetzte, um Korruptions- und Bestechungs-Vorwürfen gegen Samsung nachzugehen. Den Stein ins Rollen gebracht hatte Kim Yong-chul, ein ehemaliger Samsung-Justiziar, als er der Staatsanwaltschaft über riesige Schmiergeld-Fonds bei Samsung berichtete.

Schon im November wurden von den Ermittlern die Büroräume der Samsung-Tochter Samsung Securities durchsucht, um entsprechende Unterlagen sicherzustellen. Laut des Verdachtes, dem die Ermittler nachgehen, existiert bei Samsung ein Schmiergeld-Fond in Höhe von 150 Millionen Euro, der zur Bestechung von Regierungsfunktionären, Staatsanwälten und Journalisten gedacht ist. Ziel des Ganzen sei die reibungslose, aber in geplanter Form nicht legale Übergabe der Konzernleitung an Lee Kun-hees Sohn Lee Jae-yong.

Schätzungen gehen davon aus, dass sich Lee Kun-hees Privatvermögen auf 3,4 Milliarden US-Dollar beläuft, was ihn zum reichsten Mann Südkoreas machen würde. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft wurde im Zuge der Ermittlungen ein Ausreiseverbot über ihn verhängt, er darf also das Land nicht verlassen.

Autor: sh


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