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GPLv3 veröffentlicht

01.07.2007
Free Software Foundation - Logo

Am Freitag wurde die GPLv3 von der FSF (Free Software Foundation) vorgestellt. Vorangegangen waren innerhalb der letzten eineinhalb Jahre vier öffentlich zur Diskussion gestellte Versionen. Die wichtigste Open-Source-Lizenz (alle GNU-Programme werden unter der GPLv2 veröffentlicht, weiterhin z.B. Linux und MySQL) wird damit auf den neuesten Stand gebracht, was durch neue Entwicklungen, wie DRM (Digital Rights Managment) und Patentabkommen, auch nötig geworden war.

Wichtigste geänderte Eckpunkte der GPLv3 sind die neuen Regelungen zu Softwarepatenten und DRM sowie die verbesserte Internationalisierung der Lizenz.
So wurde die Sprache stark überarbeitet, um Übersetzungen aus dem Amerikanischen in andere Sprachen zu vereinfachen, wobei besonders auf US-Justiz-spezifische Begriffe weitesgehend verzichtet wurde. Ebenfalls im Zuge der Internationalisierung wurde eine zeitliche Komponente eingefügt, die dazu führt, dass die GPLv3 für das lizensierte Produkt nur für die Dauer des länderspezifischen Urheberrechts gilt.
Der Paragraph zu DRM verbietet es, durch die GPL geschützten Code auf einem Gerät zu verwenden, das den Benutzer einschränkt. Somit muss es Endkunden möglich sein, die verwendete Software zu verändern oder auszutauschen, des Weiteren muss eine Anleitung mitgeliefert werden, die erklärt, wie dies zu bewerkstelligen ist.
Wer Halter von Softwarepatenten auf GPLv3-Software ist, darf nicht rechtlich gegen Nutzer dieser Software vorgehen. Weiterhin werden Abkommen wie der Microsoft-Novell-Deal ausgeschlossen, indem Firmen, die durch ein Abkommen ausschließlich ihre eigenen Kunden davon ausnehmen, für Patenverletzungen belangt zu werden, verboten wird, ihre Produkte unter der GPLv3 zu veröffentlichen.
Der vollständige Text der GPLv3 ist auf den Seiten des GNU-Projektes einzusehen.

Die GPLv3 ist, wie schon länger bekannt, nicht mit der GPLv2 kompatibel. Allerdings steht es Softwareherstellern frei, weiterhin die GPLv2 zu nutzen. Trotz ausgiebiger Diskussionen im Vorfeld ist noch nicht abzusehen, inwieweit die neue Lizenz von den Publishern und der Open-Source-Szene angenommen wird.

Autor: sh


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