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Google warnt vor Antisemitismus in den eigenen Suchergebnissen

30.11.2007

Als Resultat auf Vorwürfe seitens der US-amerikanischen "Anti-Defamation Leage" gab der Suchmaschinenriese Google heute eine Mitteilung heraus, die sich mit den Ergebnissen für die Suche nach dem Begriff "Jew" beschäftigt. Die AFL hatte auf einer Konferenz unter dem Motto "Poisoning the Web – Hate on the Internet" kritisiert, dass Regierungen eher daran interessiert seien, Pornografie einzudämmen, als Rassismus und Antisemitismus im Internet zu bekämpfen. Sogar von einer "virtuellen Kristallnacht" im Internet wurde gesprochen und exemplarisch die Trefferliste von Google für das Suchwort "Jew" vorgeführt, die ganz eindeutig antisemitistische Webseiten ausgibt.

Als Konsequenz veröffentlichte Google heute eine Erklärung. Darin gibt man zu, dass die Suche nach "Jew" zu "sehr verstörenden" Ergebnissen führe. Dies rühre daher, dass "Jew" häufig in einem antisemitischen Kontext gebraucht werde. Google empfiehlt daher, für eine Suche nach Informationen über das Judentum die Suchbegriffe "Judaism," "Jewish" oder "Jewish people" zu verwendet, bei denen es derartige negative Ergebnisse nicht gäbe. Weiterhin weißt man in aller Ausdrücklichkeit darauf hin, dass die gefundenen Treffer für "Jew" in keiner Weise die Ansichten von Google wiederspiegeln würden.

Wie Meir Brand, der Geschäftsführer von Google Israel, mitteilte, sehe man sich bei Google nicht in der Position, selbstständig die Suchergebnisse zu zensieren. Man gehe zwar Beschwerden nach und verbanne Seiten, die gegen gültiges Recht der einzelnen Länder verstießen. Somit seien jedoch die Regierungen in der Pflicht und nicht Google. Allerdings seien solche Inhalte auch nicht aus dem Internet verschwunden, nur weil Google sie ausschließt.

Autor: sh


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