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Google übergibt Blogger-IP an israelisches Gericht

28.11.2007

Der Internetriese Google, der neben diversen anderen Unternehmungen auch das Blog-Portal Blogger.com betreibt, hat die IP-Adresse eines Bloggers an ein israelisches Gericht weitergegeben. Während die Bloggerszene aufschreit und Google eine freiwillige Zusammenarbeit mit dem Gericht vorwirft, betont man bei dem Konzern, erst aufgrund einer richterlichen Verfügung die IP herausgegeben zu haben.

Ein israelischer Blogger hatte auf seinem Blogger.com-Blog drei israelische Lokalpolitiker angegriffen und diesen illegale Bereicherung durch Ihre Ämter sowie Kontakte zum organisierten Verbrechen nachgesagt. Die angegriffenen Politiker klagten daraufhin gegen den Blogger, woraufhin Google zur Herausgabe der IP aufgefordert wurde, was der Konzern zunächst verweigerte. Erst als das Gericht klarstellte, dass laut israelischem Recht Verleumdung nicht lediglich ein Vergehen, sondern unter Umständen ein Verbrechen darstellt, habe Google eingelenkt.

Wie Google betonte, hatte man allerdings zuvor mit dem Gericht eine Vereinbahrung abgeschlossen, laut der erst versucht wurde, den Blogger zwecks einer Vorladung über seinen Blog zu erreichen. Da dieser darauf jedoch nicht reagierte, habe man keine andere Möglichkeit mehr gehabt, als die IP herauszugeben. Das Gericht kann nun über die Adresse mit Hilfe des Providers die Identität des Bloggers feststellen.

Autor: sh


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