Registrieren

Warum registrieren?

Google-Beschwerde gegen Windows Vista

10.06.2007

Eine vergangenen Jahres von Google bei dem US-amerikanischen Justizministerium eingereichte Beschwerde gegen den Software-Giganten Microsoft erhitzt derzeit die Gemüter der involvierten Parteien. Ursache war hierbei die Beobachtung, dass die Anwendung der internen Suche von Microsoft Vista bei gleichzeitig stattfindender Hintergrundindizierung durch Google Desktop eine deutlich spürbare Verlangsamung des Betriebssystems nach sich zieht. Laut einem Bericht der New York Times, welcher sich auf Informationen aus Insiderkreisen bezieht, habe der Kartellwächter Thomas O. Barnett die Beschwerde abgelehnt und den Justizministern der Bundesstaaten selbiges Verfahren empfohlen. Ob diese sich an den Rat des ehemaligen Mitarbeiters der Microsoft in Kartellverfahren vertretenden Kanzlei Covington & Burling halten werden, bleibt allerdings abzuwarten. Bisher steht lediglich fest, dass eine Anhörung der Beschwerde durch die Richterin Colleen Kollar-Kotelly noch in diesem Monat stattfinden wird.

Microsoft selbst ist laut Aussage des Seattle Post-Intelligencer über den Inhalt der Beanstandung informiert und befindet sich derzeit in Verhandlungen mit der Regierung. Für den Rechtsprofessor Harry First stellt die Ablehnung der Beschwerde durch Barnett aber bereits einen deutlichen Wendepunkt in der Haltung der Regierung gegenüber Microsoft dar, da sie weniger Bedenken gegenüber der Vorherrschaft des Unternehmens als bisher üblich hege.

Autor: sl


Einloggen