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Forschungsdirektor von Google steht neuen Nutzerschnittstellen kritisch gegenüber

10.01.2008

Peter Norvig, der Forschungsdirektor des Suchmaschinen-Giganten Google, stellte in einem Interview mit dem Magazin Technology Review klar, dass er nicht an einen baldigen Durchbruch alternativer Nutzerschnittstellen bei Suchmaschinen glaubt. Die Kombination aus einem Eingabefeld, woraufhin der Benutzer eine Trefferliste präsentiert bekommt, sei zwar nicht von Google erfunden worden, habe sich aber über die Jahre bewährt und sei etwas gewesen, "was die Leute mochten".

Anstatt dem Ansatz einiger experimentierfreudiger Suchmaschinenbetreiber zu folgen, die unter Anderem Benutzereingaben nicht nach Stichworten, sondern Fragen in natürlicher Sprache auswerten, lege man bei Google mehr Wert darauf, die besten Ergebnisse für getätigte Suchen zu generieren: "Wir glauben, dass es wichtiger ist, die richtigen Ergebnisse auszugeben, nicht die Schnittstelle zu verändern".

Besonders wichtig sei die Aktualität der Suchergebnisse geworden: "Als ich angefangen habe, wurde der Index einmal im Monat aktualisiert. Wir sahen ihn wie den Katalog einer Bibliothek, als ein Langzeit-Projekt". Im Zuge der immer stärker werdenden Aktualität der Informationsvielfalt des Internets, muss man nun versuchen, den Index permanent aktuell zu halten, um auch zu neuesten Nachrichten konkrete Treffer liefern zu können: "Wenn eine wichtige Nachricht kommt, will man davon in Minuten im Web lesen, nicht in Tagen, Wochen oder Monaten".

Neben dieser Herausforderung erwartet Norvig eine weitere Verzahnung aller Google-Dienste ineinander sowie eine stärkere Integration mehrerer Medienformen in die Suchergebnisse, so dass es dem Nutzer erspart bleibt, das gewünschte Medium explizit auszuwählen: "Wir haben das vorher immer dem Nutzer aufgebürdet, ob er nun im Web, nach Bildern oder Videos suchen will. Nun versuchen wir, das für ihn zu lösen und die Ergebnisse zu präsentieren, die sinnvoll sind".

Autor: sh


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