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Firefox 3 ohne Gopher-Protokoll

23.08.2007

Das 1991 entwickelte Gopher-Protokoll war einst eine wichtige, dem Bereitstellen von Informationen im Internet dienliche Niederschrift. Mit dem Aufschwung des World Wide Web, wie man es heute kennt, verlor das Gopher-Protokoll, das lediglich Text ohne Formatierungen oder Grafiken ausliefern kann, an Bedeutung.

Während die Mozilla-Browser Firefox und SeaMonkey noch als Gopher-Clients genutzt werden können, wurde diese Funktionalität bereits 2002 aus dem Internet Explorer entfernt. Begründet wurde dies von Microsoft seinerzeit mit Sicherheitslücken, die es sich nicht lohnte, zu schließen. Die gleiche Begündung wird nunmehr von den Mozilla-Entwicklern dafür angeführt, dass der Firefox 3 nicht mehr das Gopher-Protokoll unterstützen wird.

Resultat der Ankündigung sind teils wütende Proteste der Nutzer. So wird der Firefox als der letzte Gopher-Client bezeichnet, der für mehrere Plattformen erhältlich ist. Aber auch konstruktive Vorschläge sind vorhanden. So könnte man den Gopher-Client, der bisher in C++ implementiert ist, auf JavaScript portieren, was durch die geringenen Ausführ-Rechte von JavaScript-Code die Sicherheitsrisiken eindämmen könnte. Eine andere Möglichkeit wäre, den Gopher-Client auszulagern und als Plugin anzubieten, womit man jedem Nutzer die Möglichkeit bieten würde, selbst über das Risiko zu entscheiden.

Weitere Stellungnamen des Mozilla-Teams neben der genannten Ankündigung sind noch nicht vorhanden. Ob die Vorschläge der Community berücksichtigt werden oder sogar noch weitere Ideen hinzukommen, bleibt abzuwarten.

Autor: sh


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