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EU-Verbraucherschutz-Paket für Online-Shops geplant

23.09.2008

Die Verbraucherschutz-Kommissarin der EU, Meglena Kuneva, hat ein Gesetzespaket angekündigt, das die Verbraucherrechte beim Einkauf über Online-Shops innerhalb der EU stärken soll. Ein Kernpunkt wird dabei sein, dass das Unterschieben von versteckten Angeboten, das über vorselektierte Auswahlboxen realisiert wird, künftig verboten wird. So soll es Online-Shops nicht mehr erlaubt sein, den Benutzer dazu zu zwingen, erst ein entsprechendes Auswahlfeld zu deselektieren, um bestimmte Angebote nicht in Anspruch zu nehmen. Vielmehr soll nach dem Willen der EU-Verbraucherschützer eine bewusste Entscheidung für ein Angebot getroffen werden, was durch ein Selektieren eines entsprechenden Feldes erreicht werden soll.

Weiterhin sind der Verbraucherschutz-Kommissarin Online-Shops ein Dorn im Auge, die das Einkaufen von Kunden, die nicht aus dem eigenen Land stammen, verhindern. Es sei nicht akzeptabel, dass es Verbrauchern häufig nicht möglich ist, im Ausland einzukaufen, während dort häufig die gleichen Produkte günstiger angeboten werden. Entsprechende Maßnahmen wie zwangsweise Umleitung anhand der IP-Adresse oder Hürden bei der Bezahlung mit landesspezifischen Kreditkarten werde man daher auf ihre Rechtmäßigkeit prüfen und eventuell im nächsten Jahr einen darauf reagierenden Gesetzesentwurf folgen lassen. Bereits zum 8. Oktober diesen Jahres werde man unterdessen ein Gesetzespaket zum erstgenannten Kritikpunkt, der Vorselektierung von Zusatz-Angeboten, vorlegen.

Autor: sh


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