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Erneut Büro-Durchsuchungen bei Intel

13.02.2008

Am gestrigen Dienstag wurden auf Veranlassung der EU-Kommision, die mit der Untersuchung von Intels Geschäftspraktiken betraut ist, erneut die Büros des Chipherstellers in München durchsucht. Intel werden unlautere Geschäftspraktiken mit dem Ziel, den Konkurrenten AMD am Markt zu benachteiligen, vorgeworfen, wie z.B. Sonderpreise für PC-Händler, die sich verpflichten, ausschließlich Computer mit Intel-Prozessoren anzubieten.

Während die Münchener Intel-Büros bereits im Juli letzten Jahres durchsucht worden waren, kam es diesmal ebenfalls zu Durchsuchungen bei diversen Computer-Händlern. Wie inzwischen offiziell bestätigt wurde, hat man auch die Zentrale der Multimediakette Media/Saturn durchsucht und mehrere Mitarbeiter verhört. Konkret geht es dabei wohl um die Metro-Tochter Saturn, die jahrelang ausschließlich Intel-Prozessoren im Angebot hatte. Unklar ist hingegen, ob man der Media/Saturn-Kette eine konkrete Mittäterschaft vorwirft oder lediglich belastendes Material gegen Intel zu finden hoffte.

Auch Intel hat inzwischen die Durchsuchung offiziell bestätigt und beteuert, vollständig mit den EU-Behörden kooperieren zu wollen. Ob und welche Ergebnisse durch die Maßnahmen zu Tage gefördert wurden, ist bisher nicht bekannt.

Autor: sh


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