Der Schritt, das erfolgreiche Videoportal youtube.com durch lokale Varianten zu ergänzen, wird vom Mutterkonzern Google schon länger erwartet. Zwar gibt es weiterhin keine offizielle Bestätigung, dass derartige Pläne existieren, die jüngsten Schritte der Tochterfirma YouTube Inc. in Deutschland sprechen jedoch für sich.
Bereits kurz nach der Übernahme von YouTube durch Google kündigten diese mit Blick auf die Domain youtube.de an, ihre Marken schützen zu wollen. Allerdings gehörten diese Domain sowie die deutsche Marke "YouTube" einem englischen Unternehmen. Steuerte man die Domain youtube.de an, wurde man auf die Seite des deutschen YouTube-Konkurrenten videotube.de weitergeleitet. Dessen Besitzer Rudi Singer gab heute bekannt, dass sowohl Domain als auch Marke an YouTube Inc. übertragen worden seinen. Über alle Details des Abkommens habe man Stillschweigen vereinbart. Singer gab lediglich bekannt, dass es sich um eine außergerichtliche Einigung handle. Surft man nunmehr youtube.de an, erwartet einen lediglich eine Platzhalterseite der DeNIC.
An und für sich müsste dieser Schritt noch keine weitere Bedeutung
haben und könnte schlicht und einfach mit dem Wunsch Googles erklärt
werden, seine teuer erkaufte Marke zu schützen. Allerdings häufen sich in
letzter Zeit Berichte, laut denen Google auch lokalisierte
YouTube-Versionen veröffentlichen will. Betrachtet man die Historie
Googles, erscheint dieser Schritt mehr als logisch, zumal man nach
Expertenmeinungen schon viel zu lange den europäischen Markt
vernachlässigt hat. So ist zwar in England youtube.com unbestrittener
Marktführer, dies kann jedoch damit erklärt werden, dass es keine
Sprachbarriere zu überwinden gilt. In Deutschland und Frankreich hat
YouTube mit diversen Portalen in der jeweiligen Landessprache eine starke
Konkurenz.
Konkrete Informationen hierzu blieben bisher aus, verschiedene
französische Medien berichteten jedoch bereits, dass Google noch diesen
Monat offiziell eine französische Youtube-Version ankündigen werde.