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Deutsche Version des Wikiscanners online

25.08.2007
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Wie wir vor kurzem berichteten, ist es ab sofort jedem Internetnutzer möglich, mit Hilfe des "Wikiscanners" die amerikanische Wikipedia auf Änderungen, die von bestimmten Computernetzen aus gemacht wurden, zu untersuchen. Das öffentlich zugängliche Werkzeug des Studenten Virgil Griffith brachte schon erstaunliche bis empörende Wikipedia-Änderungen zu Tage, die auch von der Blogger-Gemeinde akribisch gesammelt werden.

Auf der Website von Griffith findet sich nun auch eine Wikiscanner-Version für die deutsche Wikipedia. Diese ermöglicht jetzt auch eine genaue Kontrolle von Wikipedia-Aktivitäten, welche aus deutschen Rechnernetzen getätigt wurden. Dazu können entweder IP-Adressen bzw. -Bereiche oder Namen potentieller Manipulatoren eingegeben oder bei bekannteren deutschen Institutionen die Rechnernetze bequem aus einer Auswahlliste übernommen werden. Daraufhin werden dem Nutzer sämtliche von den gewählten Rechnern ausgegangenen Wikipedia-Aktivitäten angezeigt.

Die großen Skandale, die man von den USA her kennt, bleiben in Deutschland allerdings aus. Meist handelt es sich um simple und ohnehin leicht zu durchschauende Eigen-PR, wie z.B. im Falle des Deutschen Gewerkschaftsbundes, von Scientology oder bei Friedbert Pflüger, einem Abgeordneten der CDU. Interessanter sind unter Anderem die Veränderungen aus dem McDonald's-Netz im Burger King-Artikel, die Auslöschung des Fleischskandals von Real im Real-Artikel oder die leichte Verunglimpfung von Markus Söder im gleichnamigen Artikel durch die Berliner SPD.

Wer sich einen Überblick über bisher aufgedeckte Manipulationen schaffen möchte, kann dies auf der eigens eingerichteten Wikipedia-Seite zum Wikiscanner tun. Auf dieser werden alle bisher entdeckten wichtigen Veränderungen übersichtlich aufgelistet, zusätzlich versehen mit Kommentar und Vorher-Nachher-Ansicht.

Autor: sh


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