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Der bisherige Spielechef verlässt Microsoft

18.07.2007

Die Probleme in der Interactive Entertainment Business (IEB)-Abteilung, der Unterhaltungs-Sparte von Microsoft, haben sich nun auch in der Personalpolitik niedergeschlagen. Der bisherige Corporate Vice President Peter Moore, der innerhalb der Abteilung der Leiter des Xbox- und des Games-for-Windows-Teams war, wird den Softwaregiganten Ende diesen Monats verlassen. Erst vor kurzem war Moore per offenem Brief an die Xbox-Fangemeinde herangetreten und hatte diese um Entschuldigung für die Probleme gebeten und ausgesagt, dass man nicht gut genug gearbeitet habe.

Bei Microsoft scheint man allerdings nunmehr das Vertrauen darin, dass Moore die Spielesparte wieder nach oben bringen könnte, verloren zu haben. Der Chef der IEB-Sektion, Robbie Bach, gab zwar zu Protokoll, dass Moore ein Wachstum der Xbox-Markteinteile und ein Erstarken der Games-for-Windows-Reihe zu verdanken seien, allerdings kann dies getrost als Augenwischerei nach Außen gewertet werden. Von einem Erstarken ist nicht zu sprechen, weil das Konzept von Microsoft, Spiele wie Halo 2 und Shadowrun exklusiv für das Windows Vista-Betriebssystem anzubieten, nicht aufzugehen scheint, da die Verkaufszahlen weit hinter den Erwartungen zurückbleiben. Gleiches gilt für die Xbox. Hier wurde trotz erreichtem Wachstums das angepeilte Verkaufsziel nicht erreicht.

Den frei werdenden Posten, den Moore ab dem 01. August hinterlässt, wird Don Matterick besetzen, der bisher als Berater für die IEB-Abteilung tätig war. Zuvor war Matterick bei Electonic Arts Worldwide Leiter der Spieleentwicklung und sogar als Nachfolger für Larry Probst, den damaligen EA-Chef, im Gespräch, bis er EA 2005 verließ. Bei Microsoft ist man voll des Lobes und gibt zu Protokoll, glücklich zu sein, einen derart respektierten und versierten Manager verpflichtet zu haben.
Aber auch für Peter Moore gibt es keine schlechten Aussichten: nachdem er noch einen Monat seinen Nachfolger eingearbeitet hat, wird er zu einem anderen Riesen der Spielebrache wechseln, nämlich zu Electronic Arts, genauer gesagt zu deren Sportspiel-Marke EA Sports.

Autor: sh


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