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Church of England vs Sony

09.06.2007
Resistance: Fall of Man - Cover

Dass ein großer und omnipräsenter Konzern wie Sony ab und an mit diversen Institutionen, seien es Organisationen oder andere Firmen, aneinandergerät, bleibt in der Wirtschaft nicht aus. Dass man einmal unter Umständen in einen rechtlichen Konflikt mit der Church of England gerät, hätte man sich bei dem Elektronikriesen wohl dennoch nicht träumen lassen.

Stein des Anstoßes ist das am 23. März 2007 veröffentlichte Playstation 3-Spiel Resistance: Fall of Man. Wer jetzt an gotteslästerliche Inhalte oder gar den guten alten Konflikt mit dem Jugendschutz denkt, liegt jedoch gänzlich falsch. Die Story des Shooters handelt von einer Invasion durch Aliens in den 50er Jahren, die es auf Seiten der Menschheit zurückzuschlagen gilt. Corpus Delicti dabei ist, dass dieser Kampf nicht nur in diversen anderen englischen Städten, sondern auch im Inneren der Kathetrale von Manchester ausgetragen wird.

Für den Bishop of Manchester, Rev Nigel McCulloch, ist dies nicht akzeptabel:
"Es ist hinreichend bekannt, dass Manchester ein Schusswaffenproblem hat. Es ist unglaublich und höchst unverantwortlich für einen weltweit agierenden Hersteller, einen photorealistischen Nachbau unserer großartigen Kathedrale zu erstellen und dann Menschen dazu zu ermutigen, Waffengefechte in ihr auszutragen."
Weiterhin fügte er hinzu, dass Sonys Verhalten die Bemühungen der Kirche, Waffenverbrechen einzudämmen, untergrabe. Die Erklärung, warum dies nun allerdings ausschließlich aufgrund der Schießerei in der Kirche und nicht wegen der Gewalt im gesamten Spiel der Fall sei, blieb der Bishof jedoch leider schuldig.

Man erwarte eine Entschuldigung von Sony, weiterhin erwäge man die Möglichkeit von rechtlichen Schritten, sollte Sony das Spiel nicht aus den Regalen nehmen.
Sonys Sprecher David Wilson gab zu Protokoll, dass man keine Grundlage für die Anschuldigungen sehe, da es sich um eine errechnete Umgebung ohne echte Bildaufnahmen handle. Wo es nötig gewesen sei, eine Erlaubnis für die Verwendung bestimmter Orte zu beantragen, habe man dies getan.

Autor: sh


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