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Brash Entertainment - Der neue Spielegigant?

06.06.2007
Brash Entertainment-Logo

Es ist schon ein kleines Kunststück, dem man beiwohnen darf, wenn man die Netzpräsenz von Brash Entertainment besucht: Einerseits hält sich der in Hollywood ansässige Konzern in seinen Aussagen bewusst vage, andererseits wird dem Betrachter unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass er es mit einem nicht geringen Paukenschlag zu tun hat, mit einem Erdbeben mittleren bis größeren Ausmaßes, mit dem die Welt der Spieleschmieden sich auseinanderzusetzen hat. Denn Brash ist ein aus dem Boden gestampftes Studio mit einem Startkapital von satten 400 Millionen US-Dollar und einem klar umrissenen Profil: Der eindeutige Schwerpunkt liegt auf der Fruchtbarmachung der erfolgreichsten Filme, Fernsehserien und Musikphänomene für den Spielesektor. Dabei soll zuvorderst auf Qualität geachtet werden – und was Qualität bedeutet, davon haben die Brash-Macher sehr konkrete Vorstellungen: So hat CEO Mitch Davis, Gründer des in Microsoft aufgegangenen Massive Incorporated, beispielsweise Yasmin Naboa in die Managerriege mit aufgenommen, die sich bereits mit der Vermarktung der Splinter Cell-Reihe von Ubisoft profilieren konnte. Und auch was den Vertrieb betrifft, heißt es nicht kleckern, sondern klotzen im Hause Brash: Den weltweiten Vertrieb der Spiele übernehmen Warner Brothers, die bereits in die Distribution einiger Studios für den nordamerikanischen Markt eingestiegen sind und insofern neben reiner und massiver Präsenz zumindest eine (noch recht junge) Grunderfahrung mitbringen.

Doch zu den Spielen selbst: Was unmittelbare Pläne angeht, halten sich die Kalifornier sehr bedeckt, doch sollen sowohl Spieladaptionen für "300" als auch für "Saw 3" unter den zwölf Projekten sein, die sich augenblicklich in der Produktion befänden und deren Veröffentlichung nicht mehr allzu lange auf sich warten ließe. Will man Gerüchten Glauben schenken, sind vierzig weitere Spiele noch in der Entwicklungsphase. Aber auch wenn sich diese Zahlen als zu hoch gegriffen herausstellen, sollte dennoch eines klar sein: Das Machtverhältnis im Kosmos der Spieleproduzenten hat sich mit der Ankunft von Brash Entertainment nachhaltig verschoben.

Autor: mw


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