Eines der größten Probleme von Multiplayer-Spielen sind Cheater. Ist es
im Singleplayer-Modus jedem freigestellt, das Spiel zu betrügen, sieht die
Sachlage bei Mehrspieler-Partien völlig anders aus, da schon ein einziger
Betrüger unzähligen anderen Spielern den Spaß verderben kann. Nicht nur
verschafft sich ein Spieler so einen unfairen Vorteil, auch die Quote
falscher Verdächtigungen und das Mißtrauen in der Spielergemeinde nehmen
zu.
Bei Online-Shootern besonders beliebt sind Wall Hacks (ein Spieler kann
durch Mauern und andere eigentlich undurchsichtige Dinge sehen) und
Aimbots (Jeder Schuß trifft, auch wenn der Spieler daneben zielt). Zwar
gibt es diverse Software-Lösungen, mit deren Hilfe Cheatprogramme erkannt
werden sollen, einen absoluten Schutz vor Betrügern bieten diese jedoch
nicht.
Im Rahmen des Research@IntelDays stellte Intel nun einen Entwurf vor, der bei der Bekämpfung von Cheatern behilflich sein soll. Die Technologie soll dabei in der Northbridge des Mainboards verbaut sein. Grundlage dabei ist, dass der Chipsatz das Spielgeschehen permanent verfolgt und mit den getätigten Eingaben über Maus und Tastatur abgleicht. Fallen dabei größere Divergenzen auf, kann man davon ausgehen, dass der Spieler Cheatprogramme verwendet. Wenn der Chip z.B. registriert, dass kein Gegner getroffen wurde, die Spielsoftware jedoch einen Treffer meldet, ist es wahrscheinlich, dass ein Aimbot eingesetzt wird.
Die Technologie ist natürlich bisher lediglich in Entwürfen und Grundzügen vorhanden, mit einer baldigen Markteinführung ist daher nicht zu rechnen. Ob die genannten Zeile tatsächlich zu verwirklichen sind, ist somit nicht zu beurteilen.