Registrieren

Warum registrieren?

Australische Regierung plant Zensur des Internets

03.01.2008

Nachdem sich die australische Regierung mit ihrem letzten Vorstoß in Richtung Jugendschutz im Internet stark lächerlich gemacht hatte, da die verbreitete Filtertechnologie bereits innerhalb kürzester Zeit von einem Jugendlichen geknackt worden war, plant man nun eine deutliche Verschärfung der Vorgehensweise. Nicht mehr Eltern, Schulen und Bibliotheken sollen in die Pflicht genommen werden, jugendgefährdende Inhalte im Internet zu unterbinden, sondern die Internet-Provider, die nach dem Willen der australischen Regierung ab sofort zu einer Filterung gezwungen werden sollen.

Die "Neuen Regeln für altersbeschränktes Internet und mobile Inhalte" sollen insbesondere den Zugriff auf ausländische Websites, für die die australische Regierung naturgemäß keine Handhabe besitzt, unterbinden, wenn der Inhalt derselben als Jugendgefährdend eingestuft wird. Dieses Vorhaben erinnert insbesondere an die "Great Firewall of China", mit der die bekanntermaßen in Menschenrechtsfragen nicht gerade vorbildliche chinesische Regierung ihre Bevölkerung vor "ungeeigneten Inhalten schützen" will. Kommunikationminister Stephen Conroy will diesen Vorwurf jedoch nicht gelten lassen und kommentierte entsprechende Eingaben mit den Worten "Wenn Menschen Meinungsfreiheit mit dem Betrachten von Kinderpornografie gleichsetzen, dann ist die Labor-Regierung damit nicht einverstanden". Wie ihm der Rückschluss von "jugendgefährdenden Inhalten", was gemeinhin für Erwachsene legale Unterhaltung bezeichnet, auf "Kinderpornografie" gelang, ist nicht bekannt.

Autor: sh


Einloggen