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Australische Kinder werden vor dem Internet geschützt

10.08.2007
Australische Flagge

Der australische Premierminister John Howard äußerte sich heute in einer kurzen Radioansprache zu den Gefahren des Internets und dem neuen Sofortprogramm, mit dem die australische Regierung eben diesen entgegenzutreten gedenkt. Insgesamt sollen in die Initiative zum Schutz der australischen Kinder "weltführende" 189 Millionen australische Dollar (ca. 118 Millionen Euro) investiert werden.

Zwar sei das Internet hilfreich und helfe sowohl die Kinder zu erziehen als auch mit der Welt in Kontakt zu treten. Auf der anderen Seite gäbe es jedoch im Internet viele Dinge, die "Kinder nicht sehen sollten". Weiterhin sei auch nicht jede Person, auf die Kinder online treffen könnten, vertrauenswürdig. Um Kinder und "gefährdete" Minderjährige vor derartigen Gefahren zu schützen, wurden drei geplante Maßnahmen verkündet:

Jede australische Familie und öffentliche Bibliothek soll kostenlos mit "der besten Filtertechnologie" für Onlineinhalte ausgestattet werden. Diese soll dann von den australischen Behörden gebrandmarkte Inhalte ebenso filtern wie von den Familien selbst festgelegte.
Weiterhin sei geplant, das Online-Team der Kindesmißbrauchsabteilung der australischen Bundespolizei um eine nicht genannte Anzahl Beamter aufzustocken.
Zuletzt im Maßnahmenkatalog wird von Howard noch eine öffentliche Kampagne angekündigt, die Eltern für die Gefahren, die ihren Kindern durch das Internet drohen, sensibilisieren soll.

Auch wenn besonders die Absicht, eine Filtertechnologie zu verbreiten, bei der der Staat zumindest zum Teil die zu filternden Inhalte festlegt, auf ein gewisses Argwöhnen stoßen dürfte, zeigen die Maßnahmen jedoch, dass die australische Regierung nicht wie andere Staaten das Internet lediglich als diffuse Bedrohung ansieht, sondern einer konkreten Gefährdung der Kinder entgegenzutreten gedenkt, ohne Erwachsene ebenfalls einzuschränken. Sollten sich die Bemühungen als Erfolg und die Motive derselben als wirklich dem Kinderwohl dienend herausstellen, bleibt die Hoffnung, dass das australische Modell Schule macht und auch weltweit dem Beispiel einer konkreten Auseinandersetzung mit dem recht neuen Massenmedium gefolgt wird.

Autor: sh


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